Drei Personen aus der Branche haben wertvolle Tipps für dich.
Während der Code Week feiert Europa eine Woche lang die Welt der Programmierung und animiert zum Mitmachen. Wer daran teilnimmt, erfährt nicht nur mehr über Technologie, sondern taucht auch in die Entwicklung ein – und lernt so alles über die Gestaltung von Apps, mit denen sich eigene oder allgemeine Herausforderungen meistern lassen. Für die diesjährige Code Week hat sich der App Store mit ein paar herausragenden europäischen Entwicklungstalenten zusammengetan, um mit ihren Geschichten die nächste Generation zu inspirieren.
Die Entwicklung einer brillanten App ist die eine Sache. Aber damit auch auf internationalem Parkett zu bestehen, ist eine ganz andere. Diesen drei Entwicklungstalenten ist genau das gelungen.
Oskar Larsson programmiert schon seit der Grundschule, hätte sich allerdings nie träumen lassen, dass die von ihm mitbegründete App SCRL eines Tages weltweit mehr als zehn Millionen Downloads verzeichnen würde. Espen Janson war gerade in Elternzeit, als er den Baby-Schlaftracker Napper entwickelte, den sich mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Menschen heruntergeladen haben. Und Hanna Grevelius war lange Zeit selbst eine begeisterte Nutzerin der virtuellen Golf-Scorekarte Golf GameBook, bevor sie zum Unternehmen dazustieß und der App auf dem internationalen Markt zu mehr Wachstum verhalf.
Im Gespräch erzählen uns die drei von ihren eigenen Erfahrungen und geben Einblicke in die Gestaltung von Apps für ein weltweites Publikum.

Denk global …
Oskar: Bei unseren ersten Apps war alles auf Schwedisch. Wir waren noch in der Schule und dachten nicht so weit. Aber ungefähr ein Jahr später wurde uns klar, dass auch andere von unseren Apps profitieren könnten. Nachdem wir alles auf Englisch umgestellt hatten, waren unsere Downloadzahlen ungefähr hundertmal so hoch. In einem ersten Schritt solltest du deine App also auf Englisch zur Verfügung stellen, weil keine andere Sprache so weit verbreitet ist, dass sie die ganze Welt erreicht.
Espen: Bevor du deine App aufs internationale Parkett bringst, würde ich dir einen Testlauf auf deinem Heimatmarkt empfehlen, weil du kulturelle Nuancen so leichter erkennst. Auf diese Weise probierst du verschiedene Dinge aus und stellst damit sicher, dass dein Produkt wirklich das Potenzial hat, auch in anderen Ländern erfolgreich zu sein.
Hanna: Es geht nicht nur um globale Präsenz, sondern auch darum, eine spezielle Nische zu finden. In welchem Land du an den Start gehen willst, entscheidest du selbst. Eine internationale Veröffentlichung bietet dir allerdings die Chance, auch auf unverhofften Märkten Fuß zu fassen.
Wenn du ein bestimmtes Ziel verfolgst und dich auf einen ganz spezifischen Markt konzentrieren willst, musst du alles über die dort lebenden Menschen und ihre Kultur wissen.– Oskar Larsson, Entwickler von SCRL

… aber mit lokalem Touch
Oskar: Sobald du mit deiner App an Fahrt gewinnst, machst du dich an die Lokalisierung, um deine Reichweite zu erhöhen. Wenn du allerdings ein bestimmtes Ziel verfolgst und dich auf einen ganz spezifischen Markt konzentrieren willst, musst du alles über die dort lebenden Menschen und ihre Kultur wissen.
Espen: Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit Menschen aus den Zielmärkten. Sie erkennen schließlich am besten, was funktioniert und was nicht. Beispielweise erklärte uns ein französisches Mitglied unseres Übersetzungsteams, dass Tageseltern in Frankreich alles andere als eine Seltenheit sind – sie betreuen ein Drittel aller Kinder. Daraus ergibt sich für uns ein komplett anderes Zielpublikum. Dieses Wissen ist Gold wert, denn sonst hätten wir keine Chance, auf die kulturellen Besonderheiten einzugehen.
Hanna: Wenn du mit der Entwicklung einer neuen App startest, hast du oft noch nicht die Mittel, um dir Verstärkung zu holen oder mit einem versierten Übersetzungsteam zusammenzuarbeiten. In solchen Fällen ist es ziemlich hilfreich, sich mit den Menschen in Verbindung zu setzen, die dein Produkt in den jeweiligen Ländern nutzen. So stellst du sicher, dass du dein App-Design passgenau auf den entsprechenden Markt abstimmst.

Keine Angst vor dem Wettbewerb
Hanna: In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass du nicht alles abdecken musst, um Erfolg zu haben. Mit den richtigen Anpassungen schaffst du ein wunderbares Nischenprodukt. Und je besser dir das gelingt, desto leichter erreichst du dein Zielpublikum. Mit dem Einsatz verschiedener Technologien hebst du dich zusätzlich von der Masse ab. Wenn in einem kleinen Team nur du für die Entwicklung zuständig bist, schaffst du so im Bestfall ein Alleinstellungsmerkmal, weil größere Apps diese Option vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm haben.
Oskar: Wenn du dich ausschließlich auf die Entwicklung und die Zufriedenheit deiner Nutzer:innen konzentrierst, findest du schon deinen Platz. Die Märkte sind ziemlich fragmentiert, sodass selbst Apps, die theoretisch unter die gleiche Kategorie fallen, unterschiedliche Nischen bedienen. Der Raum ist groß genug für alle möglichen Apps – und für ihren Erfolg. Im Endeffekt dreht sich alles darum, deine App genau zu beobachten und herauszufinden, wie die Community sie nutzt und was besonders gut ankommt.
Espen: Ständig ist die Rede von Wettbewerb, aber der Markt hat keine Grenzen. Du solltest daher einfach das entwickeln, wovon du überzeugt bist, und gar nicht an andere Studios oder Unternehmen denken. Wenn du deine Idee umsetzt und ein paar Abonnements verkaufst, lebst du dein Leben und arbeitest gut gelaunt und mit voller Leidenschaft weiter an deiner App.
Apple ist stolz darauf, die nächste Generation im Bereich Entwicklung, Design und Unternehmen durch das Swift Student Challenge-Programm zu unterstützen und zu fördern.
In den letzten drei Jahrzehnten haben Tausende von Studierenden – wie der kluge Kopf hinter dieser App – erfolgreiche Karrieren in der Technologiebranche aufgebaut, Start-ups gegründet und Organisationen zur Demokratisierung von Technologie ins Leben gerufen, um sich für eine bessere Zukunft einzusetzen.
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